Achtung: „Duft“ in der Hotellobby!

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scent_airWer hat den Hotelbetreibern erklärt, dass Gäste sich nur dann wohlfühlen, wenn die Lobby beduftet wird? Für duftsensitive Menschen ein echter Grund, nicht mehr zu verreisen! Ein Check in dauert ja eine Weile, selbst wenn da niemand in der Schlange ist. Gleiches gilt für den Check out, wenn dazu noch keine elektronische Möglichkeit angeboten wird. Luft anhalten ist also keine Option. Das Gerät auf dem Foto stand unmittelbar neben dem Check in in eines Appartement-Hotels in der Hamburger Neustadt. Von Innen versteckt hinter einem Vorhang – aber in aufdringlicher Weise direkt wahrnehmbar. Leider. Auf die Frage, wo das Teil steht, wurde die Frage stolz mit „direkt hier“ beantwortet. Das Personal versicherte mir, dass man den Duft nicht rieche.  Bei mir zeigten sich aber schon nach einigen Minuten neben der Duftsprühmaschine erste Hautreaktionen. Zu allem Übel dauerte es dann auch noch etwas länger, da der Kreditkartenleser ausgefallen ist. Da konnte zu später Stunde auch kein sehr schönes Zimmer mehr helfen. An entspanntes Einschlafen war vor Übelkeit und dem Wissen um den unvermeidbaren Check out nicht mehr zu denken. @ Hotelerie: bitte lassen Sie diese Zwangsbeduftung doch einfach weg. Und wenn schon Duft, dann doch bitte eine dezente natürliche Variante! Danke.

Frischluft auf der Kö: Fehlanzeige

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shoppingShoppen oder Relaxen – auf der Düsseldorfer Kö geht laut Dachmarken-Kampagne beides. Ja, die Luxusmeile der NRW-Landeshauptstadt zieht ohne Zweifel eine Menge bunter Vögel an. Ob die Auslagen in den Schaufenstern oder das bunte Volk der Shoppenden spannender sind, mag jeder Besucher selbst entscheiden. Für duftsensitive Menschen ist ein Besuch auf der Kö ein Vergnügen mit großen Einschränkungen. Die schweren Düfte der Shopping-Queens konkurrieren mit den Duftmarketing-Aktivitäten der Läden um die Wette. Frischluft: Fehlanzeige.

Besonders stark riecht es schon auf der Straße in der Nähe von Abercrombie & Fitch. Das Unternehmen hat ja schon eine Menge Schlagzeilen mit der üppigen Beduftung und jede Menge Bürgerprotest produziert. Interessant ist, dass der Duft bei Menschen sogar Ängste auslöst, Mehr dazu in einem Artikel der Huffington Post aus Februar 2014.

 

 

Wie riecht es wohl in Alaska?

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axeWoran denken Sie, wenn Sie ALASKA hören? An „das Land in dessen Richtung das Meer strömt“, Kälte, Blau, Eskimos, Öl…oder etwa doch AXE? Egal, wie es in Alaska riecht, es hat hoffentlich nichts mit AXE Alaska zu tun. Der in unseren Städten, Bahnen, Geschäften, Discos, Schulen etc. omnipräsente Deogeruch ist für unter 3,- Euro zu haben. Ob das der Grund für den massenhaften Einsatz ist? Und ob die Benutzer wissen, was sie sich da auf die Haut sprühen. Zitat aus der Liste der Inhaltsstoffe: „Alcohol Denat, Butane, Isobutane, Propane, Parfum, Alpha-Isomethyl Ionone, Citral, Citronellol, Coumarin, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Hydroxycitronellal, Limonene, Linalool“. Das kann in keinem Fall gesund sein. Die Warnhinweise auf der Packung heißen zu recht WARN-Hinweise. Dort heißt es u.a. „Direktes Einatmen vermeiden. Nur kurz sprühen und in gut gelüfteten Räumen verwenden, längeres Sprühen vermeiden. Benutzung ausschließlich gemäß Verwendungszweck. Kontakt mit Augen und Intimbereich vermeiden. Nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden. Bei Auftreten von Hautirritationen nicht weiter verwenden. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen…“.

Mit Alaska ist für AXE das Ende der Welt noch nicht erreicht. Africa, Moschus oder Adrenaline lassen schlimme Duftkreationen vermuten. Wie gut, dass es in vielen Schulen schon ein Deo-Verbot für Pubertierende gibt. Noch besser wäre generell: waschen und diese Artikel gar nicht mehr benutzen, weder Gestank noch schädliche Inhaltsstoffe einatmen und andere nicht mehr mit der Stinkerei quälen.

 

Hier stinkt’s: neulich im Taxi.

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autotuerOK – wer stundenlang in einem überhitzten Taxi auf Gäste warten muss, hat es nicht leicht. Es wird heiß, stickig und natürlich möchte kein Fahrer eine Schweißnote hinterlassen. Soweit verständlich. Dennoch: Schweißgeruch lässt sich nicht covern und schon gar nicht mit einer wilden Mixtur künstlicher Düfte. Da hilft wohl nur: gute, natürliche Kleidung, häufiger mal den Schweißt abwaschen und jede Menge Frischluft.

Duftbaum am Spiegel, Raumspray über dem Armaturenbrett, Deo unter den Achsen + Parfüm… da wird jedem Fahrgast ganz unabhängig von der Fahrweise einfach nur schlecht.

 

Hier stinkt’s: im schönen art’otel

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scentflair„art. live it. breathe it. sleep it.“ heißt es auf der Website des Hotels. Doch in der Lobby ist mit dem befreiten Atmen schnell Schluss. Auf die Frage „Benutzen Sie hier künstliche Duftstoffe?“ kommt erst einmal ein entschiedenes „Nein, wir nicht.“ von einer Mitarbeiterin. Wer aber immer der eigenen Nase folgt, kommt schnell zu einem anderen Ergebnis. Direkt neben der schönen Bücherwand haben wir dann den Duftzerstäuber entdeckt… puh!

Air Design, Duftmarketing & Co.

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In den Fachmedien für den Einzelhandel wird das Thema Duftmarketing meist positiv bewertet. Laut EHI Retail Institute e.V. setzen renommierte Unternehmen auf den Einsatz von Düften in Ihren Läden, z.B. die Hugo Boss, IKEA, Salamander, Reno, der Sony Style Store in Berlin. Wer einen ausgiebigen Shoppingtag verbringt, wird wahrscheinlich gleich mehrfach „zwangsbeduftet“.

Auch die Franchisepartner der Lufthansa City Center wollen Ihre Kunden mit einem Corporate Duft „Holiday Breeze“ in urlaubsfreudige Stimmung versetzen. Der wohlklingende Duft soll lt. Pressemeldung des Unternehmens eine einzigartige Atmosphäre erzeugen, auch zu Messen, Kundenevents und sogar in den Mailings. Vor Ort kann entschieden werden, ob der Duft als Raumspray, Gel-Cube oder Duftstäbchen eingesetzt werden kann.

Leider muss nur auf die Videoüberwachung, nicht aber auf die Beduftung von Geschäften hingewiesen werden. Daher ist das Umgehen der Düfte noch schwierig. Aber möglich!

 

Duty free – die olfaktorische Belastungsprobe!

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Knapp 60 Millionen Passagiere haben im Jahr 2014 den Flughafen Frankfurt besucht. Laut Besucherstatistik der Fraport AG (www.fraport.de) bleibt jeder Passagier im Schnitt 2,19 h im Airport. Das ist eine Menge Zeit zum Essen und Shoppen. Die Duty Free-Shops sind schon von Weitem zu erahnen, Menschen mit wedelnden Papierstäbchen sind vorauseilende Boten. In einer Boeing 737, lt. Lufthansa ein „kraftvoller Winzling“, gibt es auf 31 Metern Rumpflänge 120 Sitzplätze. Das sind 120 Menschen auf auch in Business-Class engstem Raum (jeder kennt ja den Streit um die Armlehne). Vor dem Start ist es meist sehr warm in den Maschinen und ein wohltuendes Lüften ist natürlich gar nicht möglich. So mancher Körperduft und insbesondere auch künstlicher Duft kann sich in diesem Klima mal so richtig breitmachen.

Auch wenn nur jeder 2. Passagier unmittelbar vor dem Flug einen Duft im Duty Free-Shop ausprobiert hat, ist alleine die Vorstellung des Duftgemischs in der Maschine furchterregend. Ein Mix aus 60 frisch aufgetragenen Parfums in Kombination mit ca. 120 Deodorants und ca. 120 Waschpulvern tut selbst duftunempfindlichen Menschen nicht gut.

Parfums im Duty free einkaufen – gerne. Aber bitte ohne Testmöglichkeit vor dem Flug!