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Unter dem Stichwort „Duftmarketing“ haben Raumdüfte für den gewerblichen Bereich Hochkonjunktur. An der Decke, neben der Tür, hinter Wänden sind die automatischen Duftversprüher in allen Größen und Farben versteckt. Düfte sollen Kunden in eine kauf- und konsumfreudigere Stimmung versetzen und es gibt zahlreiche Anbieter, die ihre Duftmixturen für alle möglichen gewerblichen Einsatzgebiete anpreisen. Von Hotels, Gaststätten, Kantinen, Werkstätten, Fitness-Studios, Alten- und Pflegeheimen ist dort die Rede. Hinzu kommen noch Düfte in Zügen, Flugzeugen und öffentlichen Toiletten. Für Menschen, die auf künstliche Düfte empfindlich reagieren, Asthmatiker und Allergiker wird die Luft zum Atmen überall dünner.

Überall prangern Schilder mit dem Hinweis auf die Videoüberwachung. Zum Einsatz von Düften gibt es keine HInweispflicht. Wie gut, dass die Verbraucherzentrale NRW darauf aufmerksam macht und eine entsprechende Kennzeichnung fordert: „Die Verbraucherzentrale NRW fordert deshalb deutliche Hinweisschilder vor den Eingängen bedufteter Geschäfte, egal ob an der Fischtheke eine künstliche Meeresbrise bläst oder der Baumarkt mit Holzgeruch klotzt. Penibel aufgeführt werden sollten dabei alle verwendeten Stoffe. Eine wichtige Hilfe für Allergiker und Asthmatiker. Denn wer auf Duftstoffe sensibel reagiert, und das sind nach Angaben des Umweltbundesamtes immerhin rund eine Million Menschen, hat so die Chance, den Wohlfühl-Attacken in Geschäften zu entgehen – ganz im Gegensatz zu den Mitarbeitern.“

Auch in Geschäften kommt es – analog zur privaten Nutzung von Deodorants und Parfums – aufgrund der Gewöhnungseffekte auch noch zu Überdosierungen. Da hilft nur: das Personal aktiv darauf ansprechen und auf die Gefahr von Duftstoffen hinweisen. Im Zweifel: das Geschäft meiden!

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